Stachelbeer-Baiser-Kuchen

Gooseberry-meringue-pie-21Es heißt ja immer, dass man seine guten Vorsätze zum neuen Jahr eh nicht einhält. Tja, ich schätze mal ich bin der einzige Mensch, der seine Vorsätze wirklich durchzieht. Allerdings hat das wahrscheinlich zum großen Teil damit zu tun, dass mein guter Vorsatz mich zwingt, jeden Monat einen neuen Klassiker zu backen. Und seitdem habe ich nicht nur lecker gegessen, sondern auch jede Menge gelernt. Was bei einer Ganache alles schief gehen kann zum Beispiel. Das Hefe und ich immer bessere Freunde werden. Und dass sich manche Vorurteile zwar bestätigen (ich mag immer noch keine Schwarzwälder Kirschtorte), andere aber vollkommen verworfen werden. Und damit komme ich zum heutigen Rezept, denn heute gibt es Stachelbeer-Baiser-Kuchen.

Vor ein paar Tagen brachte der Liebste einen Eimer voll Stachel- und Johannisbeeren aus dem Garten mit. Stachelbeeren liebe ich, seit ich als kleines Kind mich im Sommer hauptsächlich von unserem Stachelbeerstrauch im Garten ernährt haben. Baiser mochte ich noch nie. Und dem absoluten Klassiker, Stachelbeer-Baiser-Kuchen konnte ich eigentlich nie was abgewinnen. Bis zu diesem Rezept. Keine Ahnung, ob das jetzt großartig anders ist als andere aber als ich den ersten Bissen von diesem Kuchen probiert habe war ich total verzückt. Knuspriger Boden, süße Stachelbeeren mit luftigem Baiser und leichter Zuckerkruste – warum mochte ich das früher immer nicht? Ich  muss verrückt gewesen sein. 

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Ich muss nicht alleine gewesen sein in meiner Begeisterung für dieses Rezept. Da ich ihn nicht komplett alleine aufessen wollte, habe ich ihn kurzerhand als Mitbringsel zum Hochzeits-Kaffee-und-Kuchen umfunktioniert und innerhalb von kürzester Zeit war das letzte Stück weg. Man könnte also sagen, dass der Kuchen wissenschaftlich getestet, auf Basis einer repräsentativen Stichprobe für gut befunden wurde. Falls euch das immer noch nicht überzeugt, testet es doch einfach selbst und lasst mich wissen wie es war.

Für den Mürbeteig (ca. 26 cm Springform):

250 g Weizenmehl

1 Prise Salz

125 g Butter

4 EL Zucker

1 Ei

1 Päckchen Vanillezucker

Für den Belag:

600 g Stachelbeeren

6 EL Weißwein

1 EL Speistärke

4-6 EL Zucker

2-3 EL Johannisbeergelee

2-3 EL zarte Haferflocken

Für die Baisermasse:

3 Eiweiß

150 g feiner Zucker

1 TL Zitronensaft

1) Für den Mürbeteig die kühlen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kalt stellen. Eine Kuchenform einfetten oder mit Backpapier auslegen. Den Teig in die Form geben und andrücken. Den Teig mehrmals einstechen und im vorgeheizten Backofen bei 180°C ca. 12-15 Minuten hell backen.

2) Für den Belag, die Stachelbeeren waschen und den Ansatz abzupfen. Die Früchte mit 4 EL Wein im geschlossenen Topf langsam und ohne rühren knapp garen – das dauert so ca. 5-10 Minuten. Anschließend abtropfen lassen, den Saft auffangen. Den restlichen Wein mit der Stärke verrühren und 75 ml des Saftes damit binden. Die Stachelbeeren vorsichtig unterheben und mit Zucker abschmecken.

3) Den Kuchen mit dem Johannisbergelee bestreichen und dünn mit Haferflocken bestreuen. Dann die Stachelbeeren drauf verteilen und glatt streichen.

4) Für die Baisermasse die Eiweiße steif schlagen und dann die Hälfte des Zuckers und den Zitronensaft dazu geben. Weiterschlagen bis die Masse glänzend ist, dann den restlichen Zucker hinzufügen. Die Baisermasse großzügig auf dem Kuchen verteilen und mit Zucker bestreuen. Den Kuchen bei 220°C ca. 12-15 Minuten erneut backen, bis der Baiser fest und schön braun ist.


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4 comments

  1. What a pretty pie! I’ve never tried gooseberry but it sounds interesting–and delicious!

    1. Hey, thanks for your comment. Gooseberries are wildly common here but I don´t know about other countries. If you get a hold of them do try them though, they are delicious!! 🙂

  2. Sehr lecker 🙂
    Liebe Grüße Ninschi
    http://www.bodyholic.at

  3. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt einen Kuchen mit Stachelbeeren gebacken habe , aber das Rezept finde ich super und es passt perfekt jetzt zur Sommerzeit. Vor allem sieht der Kuchen auf den Fotos auch total lecker und fuchtig aus. Es gibt jetzt eh so viele tolle Möglichkeiten mit Früchten und Beeren Kuchen zu backen und wenn ich etwas mehr Zeit hätte, würde ich am liebsten mehrmals die Woche Rezepte nachbacken.

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