Veggie Burger mit Süßkartoffel Pommes

IMG_0393 Ach ja, das gute alte Fast Food. Wahrscheinlich kann sich keiner von uns dem verlockenden Duft, der regelmäßig vom Restaurant „Zur Goldenen Möwe“ ausgeht erwehren, spätestens dann nicht, wenn man morgens um 6 nach Besuch eines Tanzlokals rein zufällig daran vorbeistolpert. Ganz im Sinne von Herr Lehmann: Denkt an die Elektrolyte, Leute. Ich muss sagen, ich bin ein großer Freund von Pommes, den klassischen Burger lasse ich dagegen meistens links liegen um direkt die nächste Dönerbude anzusteuern und mir einen Falafel Dürüm zu bestellen. Die gängigen Fast Food Lokale können die Gelüste nach einem guten Burger meiner Meinung doch nicht stillen. Der erste Bissen verspricht zwar mit verheißungsvolles, aber spätestens eine halbe Stunde nach Verzehr ist davon nichts mehr übrig – außer diesem unschönen Gefühl im Magen.

IMG_0386Ganz anders sieht das aus, wenn man sich die Mühe macht sich seinen Burger selber zu machen. Hat natürlich den Vorteil, dass der komplett nach eigenen Vorlieben gestaltet werden kann. Und relativ fix geht das eigentlich auch. Sogar wenn man die Brötchen selber macht, zumindest wenn man dieses Rezept benutzt. Da es bei mir im Haushalt kein Fleisch gibt ist dieser Burger natürlich veggie. Allen Fleischliebhabern kann ich jedoch nur raten sich davon nicht abschrecken zu lassen. Ab und an mal den Horizont erweitern zu lassen hat noch niemandem geschadet und ich verspreche euch, dieser Burger wird euch trotz veggie – oder gerade deswegen – hervorragend munden.

Das Rezept für die Brötchen habe ich vor einiger Zeit bei der wunderbaren Rike gefunden. Der Teig ist in nullkommanix zusammen gerührt und danach muss man ihn nur in Ruhe über Nacht im Kühlschrank gehen lassen und die Brötchen am nächsten Tag in den Ofen schmeißen. Die Brötchen machen also im Grunde genommen gar keine Arbeit. Die Frage nach dem Buletten Ersatz wird da schon schwieriger. Lange habe ich nach einem guten Rezept für einen Gemüsebratling gesucht, bis ich irgendwann Quinoa-Bratlinge probiert habe. Von da an hatte ich meine Veggie-Bulette gefunden. Schmeckt auch ganz hervorragend kalt am nächsten Tag oder einfach nur zu einem knackigen Salat und wenn man roten Quinoa benutzt sieht das Ganze einem traditionellen Burger doch schon ganz schön ähnlich. Um ganz ehrlich zu sein verdank ich dieses Bratling Rezept meinem Liebsten, der der beste Quinoa-Bratling Macher der ganzen Welt ist. Ich krieg das selber einfach nie so hin, wahrscheinlich weil die Liebe fehlt. Gleiches gilt übrigens für vegetarische Bolognese und Salatdressings.

Die Pommes zu diesem Burger sind auch ganz einfach und schnell im Ofen gemacht. Wer Lust hat kann mal Süßkartoffeln ausprobieren, ich finde ja die schmecken herrlich. Normale Kartoffel gehen natürlich auch.IMG_0341

Für die Süßkartoffelpommes:
3 Süßkartoffeln
(Meer)Salz
Olivenöl
1) Die Süßkartoffeln schälen und in Spalten schneiden. Auf einem Blech verteilen, mit Olivenöl und Meersalz bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C so lange backen, bis sie schön knusprig sind. Eventuell gegen Ende den Grill anschalten damit sie knuspriger werden.


IMG_0359Für ca. 10 Brötchen:
250 g Weizenmehl
250 g dunkles Dinkelmehl oder Weizenvollkornmehl
340 ml lauwarmes Wasser
20 g frische Hefe
1,5 TL Salz
1) Mehl und Salz in eine Schüssel geben. Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen. Die Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig mindestens 2 Stunden oder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen. Falls man ihn über Nacht gehen lässt, mit ein wenig Wasser bestreichen damit er nicht austrocknet. Anschließend kleine Brötchen formen und diese bei 220° C ca. 20 Minuten backen.

Für ca. 10-12 Quinoa-Bratlinge:
150 g roter Quinoa
600 ml Gemüsebrühe
½ Zucchini
2-3 Möhren
1 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
½ Feta
1 Ei
4-6 EL Haferflocken
1) Zwiebeln und Knoblauch fein hacken. In einem Topf andünsten. Den Quinoa waschen, dann zu den Zwiebeln geben und kurz mit andünsten. Die Brühe dazugeben, aufkochen und anschließend den Quinoa ca. 10 Minuten köcheln lassen.
2) Möhren schälen, Zucchini waschen. Beides reiben und nach 10 Minuten zu dem köchelnden Quinoa geben. So lange weiter köcheln lassen bist der Quinoa weich ist. Wenn noch mehr Brühe benötigt wird, welche hinzufügen, falls noch Brühe über sein sollte obwohl der Quinoa schon weich ist, den Quinoa in einem Sieb abtropfen lassen.
3) Die Quinoa-Gemüse-Mischung in eine Schüssel geben. Feta bröseln und dazu geben, ebenso wie das Ei und die Haferflocken. Die Mischung gut vermengen und ca. 10-15 Minuten quellen lassen. Anschließend sollte man in der Lage sein, kleine Buletten formen zu können, falls die Mischung noch zu klebrig ist, einfach ein wenig mehr Haferflocken dazu geben.
4) Die Bratlinge in einer Pfanne mit ein wenig Olivenöl von jeder Seite ca. 4-5 Minuten braten bis ein fester Bratling entstanden ist.

Den Burger mit Salat, Tomate, Zwiebeln, Ketchup und Mayonnaise anrichten. Die Süßkartoffelpommes dazu servieren.

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7 comments

  1. Danke! Endlich das Rezept für die leckeren Quinoa Bratlinge! Die werde ich wohl bald mal ausprobieren müssen 🙂

  2. Oh der sieht ja lecker aus! Das werde ich auch mal testen 🙂

  3. Wow. ….das schaut soooo unfassbar lecker aus!
    ich liebe Burger momentan sehr, das Rezept merke ich mir 😉

    Herzliche Grüße, Frauke von
    ekulele

  4. Tolle Burgeridee auf gesunde Art! Ich liebe Süßkartoffel sehr ♥
    Deine Bilder sehen so schön aus 🙂

    Lg
    Tanja

  5. Da läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen. Der Burger sieht einfach super lecker aus. Ich speichere mir das Rezept gleich ab.

    Liebe Grüße
    Alexandra

  6. Das sieht sehr gut aus. Ich probiere mich auch immer wieder an neuen Burgern; die Fleischvariante darf nur ganz selten auf den Teller) und hin und wieder findet sich da ein ganz ansehnliches Boulettchen zusammen – manchmal wird es auch einfach nur Pampe. So ist das halt 😀

    Liebe Grüße
    Romy

    ***
    Freue mich immer über Besucht:
    http://leichtlebig.wordpress.com

  7. […] Food Beitrag: Auf dem Blog daslebenistsuess gab es diese Woche ein Rezept für einen sehr lecker aussehenden vegetarischen Burger. […]

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