Johannisbeer-Vanille Muffins

IMG_7384Manchmal nützt einem auch die schönste Planung nichts. Eigentlich wollte ich mir den kostbaren freien Tag, den ich mir zwischendurch trotz Bachelorarbeit gönne nutzen, um das Rezept für die Pfirsich-Blaubeer Galette, das mir schon seit einiger Zeit durch den Kopf spukt, auszuprobieren und zu fotografieren. Aber dann konnte ich auf dem Markt einfach nicht an der Schale Johannisbeeren vorbeigehen. Die ersten für mich diesen Sommer und eigentlich nicht mein typisches Obst für das ich Haufenweise Rezepte in Petto habe. Aber man muss zugeben, dass Johannisbeeren super schönes und vor allem extrem fotogenes Obst ist. Allein das knallige Rot und dann diese hübschen kleinen Stängel…ich war auf jeden Fall hin und weg und die kleine Schale durfte bei mir einziehen. Für eine Weile verschwand sie im Kühlschrank, während ich mich dem ursprünglichen Plan widmete und Teig für die Galette knetete. Als die Galette dann aber im Ofen und fotografiert war hatte ich anscheinend noch nicht genug vom Backen und entschloss mich spontan, die Johannisbeeren für Muffins zu nutzen. Und wo ich schon mal dabei bin konnte ich ja direkt mal ein paar Fotos machen, nur so aus Spaß. Tja, das Endprodukt hat mir so gut gefallen, dass es den ursprünglichen Plan einfach über den Haufen geworfen hat und sich frech vor die Galette drängelt.

IMG_7342IMG_7376Das Rezept für die Muffins hätte zu 50% auch in die Hose gehen können, weil es eine wahre Eigenkreation ist. Seit einiger Zeit experimentiere ich ein wenig zwischen verschiedenen Mehlsorten und Süßstoffen. Es gibt ja noch so viel mehr außer Weißmehl und Zucker, da tun sich völlig neue Welten auf. Dinkelmehl hat sich inzwischen einen festen Platz in meiner Küche verdient. Datteln als Süßungsmittel haben mich noch nicht so überzeugt aber Ahornsirup als Zuckerersatz hat sich in einigen Rezepten bereits erfolgreich bewährt. Dieses Mal wollte ich Mandelmehl ausprobieren, weil ich mir dachte, dass es auf die Konsistenz des Endprodukts bestimmt einen guten Einfluss hat. War auch sehr lecker aber regelmäßig werde ich mir das nicht gönnen können ohne mir einen lukrativen Nebenjob zu angeln. Wer also nicht so viel Geld ausgeben möchte kann statt des Mandelmehls auch Dinkel oder Weizenmehl benutzen. Dank des Ahornsirups, der Banane und der Vanilleschote sind die Muffins auf jeden Fall süß genug, allerdings geben die Johannisbeeren noch ordentlich Säure ab. Mein Liebster war ganz begeistert, ich fand es auch lecker, könnte mir aber vorstellen, dass Blaubeeren oder Himbeeren für wahre Süßschnäbel eher geeignet sind. Wie immer gilt, einfach frei Schnauze experimentieren und anpassen.

Für 12 Muffins:
180 g Mandelmehl (ersatzweise helles Dinkel oder Weizenmehl)
140 g gemahlene Haferflocken
1 Tl Backpulver
Ein wenig Salz
1 Banane
160 ml Buttermilch
70 g Butter oder Öl
100 ml Ahornsirup
1 Vanilleschote oder 1 Tl Vanillextrakt
2 Eier
Eine Handvoll Johannisbeeren (oder anderes Obst nach Wahl)

1) Die Haferflocken mit einem Pürierstab oder im Mixer fein mahlen. Zusammen mit Mandelmehl, Salz und Backpulver in eine Schüssel geben und vermengen.
2) In einer weiteren Schüssel die Buttermilch zusammen mit der Banane, geschmolzener Butter, Ahornsirup und Mark der Vanilleschote pürieren. Eier unterrühren. Die Mehlmischung vorsichtig unterheben. Johannisbeeren waschen und unter den Teig rühren. Den Teig in eine Muffinform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 175°C für 15-20 Minuten backen.
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One comment

  1. Ich liebe Muffins mit Früchten und bin für jedes Rezept dankbar. Und Deine Muffins sehen wahnsinnig knusprig und fruchtig aus. Einfach klasse!

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