Apfelstrudel mit Vanillesauce

Apfelstrudel (11 von 60)Soooo…diese Woche würde ich als relativ durchwachsen bezeichnen. Es gab Stress, es gab Matschewetter, es gab zu viele skurrile Begegnungen mit anderen Menschen. Außerdem ein Wasser-überm-Laptop-ausschütten-Vorfall, gefolgt von einem mein-Drucker-ist-ein-Arschloch-und-will-nicht-drucken-Vorfall. Zwischendurch gab es auch kleine Hoffnungsschimmer, zum Beispiel lichtdurchflutete Herbstspaziergänge im Wald, auspowern beim Sport und die neueste Folge der aktuellen Lieblingsserie. Mein Fazit? Manchmal ist das Leben eben gar nicht süß. Also abhaken und weiter im Text.   Wie lief es bei euch so?

Apfel-Strudel (8 von 43)In den Fällen, in denen das Leben höchstens mittelmäßig ist sollte man sich am besten auf das konzentrieren, was einem Freude macht. Zum Glück gibt es ja noch Essen, das lässt einen nie im Stich. Und dieser Apfelstrudel hilft auf jeden Fall wahnsinnig, akute Schübe von Schlechte-Launeritis, wenn auch nur für eine kurze Weile, zu bekämpfen.

Klassischer Apfelstrudel, der sollte es diesen Monat im Rahmen meiner ich-backe-alte-Klassiker-Reihe sein. Ob man Apfelstrudel jetzt als typisch deutschen Klassiker bezeichnen würde oder das Ganze doch eher Österreich zuordnet, sei jetzt mal dahingestellt. Fakt ist, Apfelstrudel ist innerhalb Deutschlands allseits bekannt und beliebt und wenn ich schon Ostpreußischen Mohnstriezel in meiner Galerie habe, dann darf der Apfelstrudel ja wohl auch mitmachen. Apfelstrudel (14 von 60)Für den Strudelteig:
350 g Weizenmehl (Typ 405 oder 550)
¼ TL Salz
1 Ei
3 EL Öl
ca. 125 ml warmes Wasser
1 EL Zitronensaft
150 g Butter oder Margarine zum Einfetten und Bestreichen

Für die Füllung:
1 kg Äpfel
4 EL Speisestärke
4 EL Zucker oder Honig
100 g Rosinen oder getrocknete Cranberries
100 g gehackte Mandeln
1 TL Zimt
½ TL abgeriebene Zitronenschale
4 EL Paniermehl
Für den Guß/ die Garnitur:
100 ml Milch oder Schlagsahne
Puderzucker

1) Eine Schüssel oder einen Topf anwärmen. Mehl, Salz, Ei, Öl und Zitronensaft in eine Schüssel geben und mit den Knethaken eines Handmixers oder den Händen vermengen. Den Teig 10 Minuten kräftig von Hand kneten und auf die Arbeitsfläche schlagen, zu zwei Kugeln formen und mit Öl einpinseln. Die Teigkugeln mit dem angewärmten Gefäß bedecken und mindestens 30 Minuten quellen lassen.
2) Den Ofen auf 225°C vorheizen. Ein feuerfestes Gefäß mit heißem Wasser auf den Boden des Ofens stellen.
3) Für die Füllung die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. In schmale Stücke schneiden. Die Äpfel mit der Speisestärke, Zucker oder Honig, Rosinen, Mandeln, Zimt und Zitronenschale vermengen.
4) Den Strudelteig portionsweise auf einem bemehlten Geschirrtuch möglichst rechteckig und so dünn wie möglich ausrollen. Butter oder Margarine schmelzen und den Teig mit einem Teil davon bestreichen. Das Paniermehl darauf streuen. Die Füllung so auf dem Teig verteilen, dass die Seiten und der hintere Rand frei bleibt, die Ränder anfeuchten.
5) Die Strudel nacheinander mit Hilfe des Geschirrtuchs aufrollen, nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, so dass die Nahtstellen unten liegen. Die Oberfläche einige Male einstechen und die Strudel mit der restlichen Butter oder Margarine bestreichen.
6) Die Strudel ca. 35-40 Minuten backen. Dabei nach Belieben alle 10 Minuten mit Milch oder Sahne begießen, damit sie schön saftig werden. Nach dem Backen 5 Minuten ruhen lassen. Mit Puderzucker bestreut servieren.

Für die Vanillesoße:
1 Vanilleschote
250 ml Vollmilch
4 Eigelb
100 g Zucker
2 EL Schlagsahne

1) Für die Vanillesoße die Vanilleschote auskratzen. Das Mark und die Schote in die Milch geben und aufkochen lassen. Anschließend vom Herd nehmen, immer mal wieder umrühren, damit sich keine Haut bildet.
2) Die Eier trennen und zu dem Zucker geben. Mit einem Handmixer ca. 5-10 Minuten weiß-schaumig aufschlagen. Anschließend die Vanillemilch unter Rühren dazu gießen. Den Topf erneut auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze die Soße langsam binden. Nicht zu heiß werden lassen, sonst gerinnt das Ei. Dass die Soße gebunden ist, merkt man daran, dass sie dickflüssiger und klar wird.
3) Die Soße durch ein Sieb passieren. Kurz vor dem Servieren die geschlagene Schlagsahne unterheben.

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