Zu Besuch in Schweden (und Kopenhagen)

Schweden 2015-10Wie einige sicherlich schon mitgekriegt haben, hat es mich die letzten 2 ½ Wochen ins wunderschöne Schweden verschlagen. Eigentlich war ich mir gar nicht sicher, ob ich darüber überhaupt etwas posten sollte, immerhin ist es ja nur ein sehr subjektiver Reisebericht und als absolute Schwedenexpertin kann ich mich jetzt nicht outen, demnach kann ich auch nicht mit einer riesen Fülle von Geheimtips aufwarten. Allerdings, das ein oder andere Mal war ich schon in diesem schönen Land und auch Kopenhagen und Stockholm wurden des öfteren schon besucht. Dementsprechend gibt es heute also ein paar Bilder, Geschichten und Tipps zum Besuch des Östergötlands, Stockholm und Kopenhagen.

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In meinem Post zur Blaubeermarmelade hatte ich ja schon erwähnt, wie Teenager-Ineke jedes Jahr aufs Neue frustriert in der schwedischen Pampa festhing und es total öde fand. Damals wusste ich anscheinend die Ruhe, Idylle und Schönheit der schwedischen Landschaft nicht zu schätzen und hab den Tag lieber grummelnd auf der Klippe verbracht. Zehn Jahre später war der Drang, wieder einen Besuch auf dem alten Zeltplatz zu machen aber nicht mehr zu leugnen. Also wurde das kleine Auto so voll gepackt wie es ging und in den Norden aufgebrochen. Genau genommen in die Nähe von Söderköping, einer ganz bezaubernden Kleinstadt, nicht allzu weit von Stockholm entfernt.

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Es hat sich so gut wie gar nichts verändert. Die Aussicht ist immer noch umwerfend, die Häuser klein und schnuckelig und das Eis super lecker. Einer der Hauptgründe, warum ich wieder nach Schweden wollte waren neben den Zimtschnecken auch das Eisrestaurant in Söderköping, das egal bei welchem Wetter (zu Recht) völlig überfüllt ist. Einige schwören ja darauf, dass die Italiener das beste Eis machen, aber ich finde die Schweden können das auch ganz gut.

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Knapp eine Woche wurde also gefaulenzt, Blaubeeren gepflückt, in der Hängematte gelegen und ausgiebig die Gegend erkundet, bevor es dann weiter ging ins wunderschöne Stockholm.

Stockholm

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Stockholm habe ich schon einige Male in meinem Leben erkundet, allerdings ist das schon eine Weile her und geschah im Familienurlaub. Dementsprechend wurde hauptsächlich hinterhergetrottet, was für den Orientierungssinn natürlich nicht so förderlich ist. Eine grobe Ahnung hatte ich zwar noch wo was liegt, aber vor dem Trip wurde trotzdem ein bisschen gegooglet. Am hilfreichsten waren dabei Instagram und der Stockholm Guide von Green Kitchen Stories. Somit fiel die Wahl schnell auf Airbnb in Södermalm und Erkundung des Stadtteils zu Fuß. Ein kleiner Abstecher in die Altstadt wurde auch gemacht (einmal kurz der königlichen Familie gewunken) aber hauptsächlich haben wir uns ganz entspannt durch Södermalm treiben lassen, mit jeder Menge Abstecher in diverse Second-Hand und Vintage Shops und niedliche kleine Cafés.

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Da ich mir jetzt nicht anmaße alle Hotspots und Geheimtipps Stockholms zu kennen verweise ich an dieser Stelle einfach auf den Guide von Green Kitchen Stories. Allerdings kann ich bestätigen, dass das Frühstück bei Pom & Flora der Hammer ist, die Falafel bei Falafelbaren wahrscheinlich wirklich die besten der Stadt und ein Cocktail in der Outdoor Bar des Mosebacke & Södra Teatern immer eine gute Idee ist. Außerdem würde ich jedem empfehlen eine Unterkunft über Airbnb zu buchen. Wir hatten Glück, dass wir direkt um die Ecke vom Mariatorget Park untergekommen sind und somit quasi mitten im Herzen des Viertels waren. Man ist einfach viel näher dran am Geschehen und kriegt oft den einen oder andere Insidertip geboten.

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Stockholm 2015-97Kopenhagen

Kopenhagen-1In Kopenhagen kenn ich mich schon ein wenig besser aus als Stockholm, was wohl einen daran liegt, dass die Stadt näher dran liegt und kleiner ist. Allerdings war ich zum ersten Mal im Sommer in Kopenhagen und konnte so noch mal eine ganz andere Stadt kennen lernen als im Winter. Wieder einmal hatten wir Glück uns haben ein bezauberndes Airbnb in Vesterbro gefunden, dem inzwischen so beliebten Hipster Stadtteil. Von dort aus haben wir mit dem Rad den Rest der Stadt erkundet, was ich auch nur jedem wärmstens empfehlen kann. Kopenhagen ist eine absolute Fahrradstadt und somit kommt man erstens ziemlich fix von A nach B, fühlt sich dabei schon fast ganz und gar dänisch und kriegt einen anderen Blickwinkel auf die Stadt.

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Ein paar Tipps für Kopenhagen gab es auch diesmal von Green Kitchen Stories aber am meisten hat uns unsere Gastgeberin geholfen, die uns alle möglichen Hotspots in der Karte eingezeichnet hat. Ein paar von diesen Tipps kann ich hier also weiter geben.

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Fahrrad leihen – kann man in Kopenhagen eigentlich überall. Wir waren hier, wahnsinnig teuer war es nicht und Probleme gab es auch keine. Kopenhagen ist total auf Fahrradfahrer ausgerichtet, die Fahrradwege sind sehr breit und oftmals hat man grüne Welle. Teilweise gibt es sogar Wege und Brücken, die nur für Fahrradfahrer ausgerichtet sind, absoluter Luxus.

Viertel – Vesterbro ist nicht umsonst total beliebt und sehr zu empfehlen. Nørrebro ist ein bisschen mehr multikulti und hat nicht nur die Jægerborgsgade zu bieten. Christianshavn ist absolute bezaubernd mit seinen vielen kleinen Kanälen. Und nach Christiania sollte man auch einen Abstecher machen. Der Stadtteil, der eigentlich gar nicht zu Kopenhagen gehört ist eine komplett eigene Welt, sehr künstlerisch und alternativ angehaucht und etwas, was ich so auch noch in keiner Stadt erlebt habe. Freigeister werden hier auf jeden Fall glücklich. Fotografiert werden darf nicht, der Grund dafür ist offensichtlich, sobald man da ist. Wie gesagt, andere Welt, aber lustig. Das Zentrum hat eine große Einkaufsstraße zu bieten in der sich hervorragend shoppen lässt und Nyhaven ist am Abend auch sehr nett, wenn die jungen Leute mit ihren Bierchen auf der Straße hocken und Straßenmusiker für die passende musikalische Untermalung sorgen.

Die kleine Meerjungfrau – ist wirklich sehr klein. Als ich sie zum ersten Mal besucht habe, habe ich sie hinter der Reisegruppe vor uns kaum erkennen können. Wer nicht so lange in Kopenhagen ist sollte also kein schlechtes Gewissen haben, diese Sehenswürdigkeit auszulassen. Man kann sich stattdessen ja das Grab von Hans Christian Andersen in Nørrebro anschauen.

Essen – wärmstens ans Herz lege ich jedem Copenhagen Street Food. Ich war im absoluten Foodie Himmel und hinterher auch leicht im Food-Koma. Es ist auf jeden Fall für jeden etwas dabei, man wird garantiert satt und glücklich und hat nebenbei auch eine ganz nette Aussicht auf die Stadt. Außerdem gut gefallen hat mir das ursprüngliche Meatpacking District in Vesterbro, in dem inzwischen hauptsächlich Bars und Restaurants untergekommen sind. Burger, Pizza, Salat und vieles mehr gibt es da in einer hippen Atmosphäre.

Schwimmen – wer im Sommer nach Kopenhagen kommt und Glück mit dem Wetter hat, sollte seine Badesachen einpacken. Kopenhagen hat wohl eine ausgezeichnete Wasserqualität und deswegen kann man in Brygge an vielen Stellen ins Wasser springen, was von den Dänen auch ausgiebig genutzt wird.

Park – wenn ich Städtetrips mache lege ich zwischendurch gerne mal eine Pause in den örtlichen Grünanlagen ein, ansonsten wird das Ganze oftmals doch sehr anstrengend. Ein sehr schöner Park ist Frederiksberg Gardens der mit seinen vielen Grünflächen perfekt für die kleine Siesta zwischendurch geeignet ist.Kopenhagen-35

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One comment

  1. Ohhh, ich will schon so lange nach Skandinavien.. Ich habs bis jetzt immer noch nicht geschafft! Und dein Bilder machen sooo ferweh. So schön fotografiert. 🙂

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