Vom Frühling und von Neuanfängen

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Der Frühling steht vor der Tür. Und mit ihm wieder einmal ein Neuanfang. Ein neues Jahr beginnt, die Natur sortiert sich von neuem, sprießt und blüht was das Zeug hält. Nach einem langen grauen Winter macht sie wieder einmal deutlich, dass das Leben ein ewiger Kreislauf ist, nach grau kommt bunt, nach dunkel kommt hell, nichts bleibt auf ewig so wie es war (ihr merkt schon, heute wird es ein bisschen philosophisch).

Berlin-April 2016 (57 von 162)

Wer mich kennt oder diesen Blog schon eine Weile verfolgt weiß, dass Neuanfang in meinem Leben momentan eine große Rolle spielt. Das Studium ist vorbei, der Eintritt in die Berufswelt steht bevor und zum ersten Mal in meinem Leben habe ich absolut gar keine Ahnung, was als nächstes kommt. Ich weiß nicht, wo es hingeht, ich weiß nicht, wann es los geht und vor allem weiß ich nicht, was mich denn eigentlich jetzt genau erwartet. Es könnte nächsten Monat so weit sein, es könnte sich noch eine Weile hinziehen. In der Zwischenzeit hängt man fest in dieser Phase der Unsicherheit und würde doch so gerne loslegen.

Berlin-April 2016 (11 von 162)

Der Frühling ist auch eine Zeit, in der man entweder mit der Frühjahrsmüdigkeit zu kämpfen hat, oder voller Kraft und Inspiration steckt, den Frühjahrsputz macht, den Balkon bepflanzt und eigentlich den ganzen Tag Bäume ausreißen könnte. Diese beiden Gegensätzlichkeiten beschreiben ganz gut, in welchem Stadium ich mich gerade befinde. Einerseits habe ich wahnsinnig viele Ideen und Inspiration. Die Vorstellung eine neue Wohnung zu gestalten und einzurichten lässt mich ganz hibbelig werden, meinen Balkon würde ich am liebsten einer Generalüberholung unterziehen und wenn es nach mir (und nicht nach meinem Kontostand) ginge, hätte ich schon längst drei Urlaube geplant und gebucht. Gleiches gilt für den Blog. Ich sprudel nur so über vor Ideen, hab tausend Gedanken und Bilder im Kopf und würde sie am liebsten alle gleichzeitig umsetzen. Gleichzeitig werde ich aber von den Umständen in meinem Leben ausgebremst. Kein regelmäßiges Einkommen, keine neue Wohnung, keinen Job, aber die vage Aussicht, dass sich all meine Pläne und Wünsche vielleicht irgendwann in dem nächsten halben Jahr erfüllen.

Kollwitzkiez (12 von 63)

Das stellt mich vor ein gewisses Dilemma. Denn ich würde heute gerne ein paar Dinge verkünden, die sich auf diesem Blog in Zukunft verändern werden. Erklären, warum und wieso das Repertoire nach drei Jahren ein wenig erweitert werden soll. Das ich immer noch wahnsinnig gerne koche, backe und vor allem das Resultat fotografiere, aber das es auch noch weitere Themen gibt, die mir am Herzen liegen und über die ich gerne sprechen möchte. Dass die Zweisprachigkeit auf Dauer zu viel Zeit und Energie raubt und ich deswegen beschlossen habe, in Zukunft nur noch die Rezepte, nicht aber die ganzen Texte ins Englische zu übersetzen. Andererseits möchte ich keine großen Ankündigungen machen, a la „von jetzt an wird es hier so und so laufen“, wenn ich die hinterher vielleicht durch was auch immer für Umstände bedingt nicht einhalten kann. Jeder, der ein Blog betreibt weiß, wie viel Zeit und Energie in so was hineinfließt. Im Studium hat man natürlich mehr Flexibilität und Zeit, wie das Ganze später neben einem Vollzeitjob zu managen ist, kann ich momentan noch überhaupt nicht einschätzen.

Berlin-April 2016 (165 von 162)

Von daher verkünde ich heute ganz offiziell: Die Dinge werden auf dem Blog in Zukunft anders aussehen…wahrscheinlich. Zwischen den üblichen Rezepten wird es zwischendurch ab und an Beiträge geben, die mit anderen Dingen zu tun haben, sei es Themen der Nachhaltigkeit, der Ernährung oder einfach nur Schwank aus meinem Leben. Wie regelmäßig das Ganze von statten geht? Ich weiß es nicht. Ich hoffe ihr bleibt mir trotzdem weiterhin treu und begleitet mich auf dieser leicht chaotischen und nicht immer nach Plan laufenden Fahrt in den nächsten Lebensabschnitt.

Fruehling (1 von 5)

PS: Die Bilder sind übrigens allesamt (bis auf das Erste) letztes Frühjahr im wunderschönen Berlin entstanden, das ich doch schon ein wenig arg vermisse.

 

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One comment

  1. Liebe Ineke, was für wunderschöne Fotos! Ich kann dir nur zustimmen, dass es so viele Momente gibt in welchen man vor Ideen sprudelt, aber nach 8 Arbeit fehlt auch mir häufig der Elan mit noch an den Herd zu stellen:-) Ich bin gespannt auf deinen zukünftigen Beiträge. Liebe Grüße Stefanie

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