Sonniges Spätherbstpicknick

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Es hat wirklich geschneit. Ich habe es meinem Vater und seinen fünf Wetter Apps ja nicht geglaubt, aber heute morgen wache ich auf und alles ist in in Weiß gehüllt. Gestern Abend hab ich mir auf dem Heimweg mit dem Radl fast meine Finger abgefroren, es wird immer kälter und dunkler, die Öfen werden für die Plätzchen schon mal vorgeheizt und was mache ich? Komm hier mit einem Herbst Picknick um die Ecke! Da kann man schon mal die berechtigte Frage stellen, ob bei mir noch alle Kerzen auf der Torte sind, aber ja, alles gut, ich bin einfach nur ein bisschen spät dran, was meine Bloggerplanung angeht. (Und bei spät dran meine ich, der Zug ist schon längst abgefahren und ich stehe hechelnd am Bahnhof und schau ihm hinterher.)

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Die Idee zu diesem Picknick trage ich schon gefühlt ewig mit mir rum, allerdings ist in den letzten Wochen so einiges passiert, was mir keine Zeit gelassen hat, mich in Ruhe hinter die Kamera zu schwingen. Ein kurzer Londontrip mit ausgiebigem wandern auf Harry Potter´s Spuren zum Beispiel. Die Masterarbeit erforderte auch meine ganze Aufmerksamkeit, weil ich natürlich nie aus meinen Fehlern lerne und wieder einmal Stunden damit beschäftigt war die Fußnoten in Ordnung zu bringen. Jetzt ist das Ding aber abgeben und damit kehrt hoffentlich wieder ein wenig Ruhe ein. (Die Tatsache, dass jetzt der Bewerbungsstress losgeht, verdrängen wir einfach mal konsequent.)

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Ich hatte kurz überlegt, ob ich die Picknickidee überhaupt noch verfolgen sollte, anbetracht der Tatsache, dass der goldene Oktober langsam vorbei ist und alle Zeichen auf Weihnachten stehen. Aber dann war letzte Woche das Licht und das Wetter so wunderbar, dass ich einfach nicht anders konnte als fotografierend durch den Wald zu hüpfen und beschloss, die Bilder trotzdem online zu stellen. Sozusagen als hauseigene Vitamin-D Quelle, falls es einem draußen doch zu grau und winterlich sein sollte. Die Rezepte kann man natürlich auch entspannt im Warmen genießen, aber falls das Wetter es noch mal zulassen sollte, kann ich nur jedem empfehlen, Beine baumelnd auf dem Steg zu picknicken und sich die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Endorphinausschuss ist garantiert.

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Anmerkungen zum Rezept:

  • Wer mag, kann die Bratlinge noch mit ein wenig Feta aufpeppen.
  • Zwetschgen kriegt man, wenn man Glück hat, tiefgefroren, ansonsten funktionieren Äpfel oder Birnen genau so gut.

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Für den Salat:

2 –  3 Handvoll Feldsalat

½ Avocado

¼ Birne

Walnüsse

3 Ziegenkäsetaler

Cranberries

Für das Dressing:

2 EL Olivenöl

1 EL Mireballenessig oder Zitronensaft

Salz/Pfeffer

Getrockneter Basilikum

1) Den Feldsalat gut waschen. Die Avocado und die Birne in Streifen schneiden. In einem großen Einweckglas zuerst Feldsalat, dann Birne, Avocado, Ziegenkäse, Walnüsse und Cranberries stapeln.

2) Für das Dressing alle Zutaten vermengen. Über den Salat geben und gut vermischen.

Für die Bratlinge:

120 g weißer Quinoa

200 g Hokkaido Kürbis

1 Ei

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

700 ml Gemüsebrühe

6 – 8 EL Haferflocken

Salz/Pfeffer

Frische Petersilie

1) Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Den Kürbis reiben. Alles in einem Topf in ein wenig Öl anbraten, anschließend den Quinoa dazugeben und alles kurz andünsten. Mit ca. 700 ml Brühe aufgießen und köcheln lassen bis der Quinoa gar ist. Überschüssige Menge an Brühe anschließend abgießen, falls der Quinoa nicht alles aufgenommen haben sollte.

2) Die Masse ein wenig abkühlen lassen, dann Ei, Haferflocken und Gewürze dazu geben und alles gut verkneten. Aus der Masse kleine Bratlinge formen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ca. 2 -3 Minuten anbraten.

Für die Zwetschgenkuchen:

100 g Butter

185 g Mehl

75 g Zucker

¼ TL Backpulver

1 Prise Salz

1 Ei

ca. 10 – 15 Zwetschgen

Zimt/Zucker zum bestreuen

1) Die Zwetschgen waschen, entkernen und halbieren. Butter schmelzen lassen. Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer Schüssel mischen. Eier und Butter zugeben. Erst mit den Knethaken des Handrührgerätes, dann mit den Händen zu Streusel verkneten.

2) 3 – 4 kleine Auflaufförmchen einfetten. Mit der Hälfte des Teiges auskleiden. In jedes Förmchen ca. 5 – 6 Zwetschgen geben und mit Zimt und Zucker bestreuen. Die restlichen Streusel auf den Förmchen verteilen.

3) Die Kuchen im vorgeheizten Ofen bei 175° C ca. 20 – 25 backen bis sie leicht braun sind. Vor dem servieren abkühlen lassen.

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6 comments

  1. Wenn du diese tollen Fotos deinen Bewerbungsschreiben beifügst…
    ich würde dich sofort einstellen ??
    Weiter so !!!! Gruß Bonny

    1. Oh Bonnylein, du bist zu gut zu mir!! ??

  2. Ach, ich bin SO FROH, dass du deine Picknick-Bilder noch hochgeladen hast. 🙂 Genau das habe ich jetzt gebraucht. Ich liebe die Stimmung, die du mit deinem Blogpost verbreitest und würde am allerliebsten einen Kopfsprung rein in die Szenerie machen. Weg vom grauen Alltag, der mich gerade ein wenig von sonnigeren Tagen träumen lässt…
    Viele Grüße an dich und viel Glück bei deinen Bewerbungen!
    Emilie

    1. Danke für diese lieben Worte Emilie! Mit geht es genau so wie dir, manchmal muss man sich einfach an einen besseren Ort träumen. Aber irgendwann kommt die Sonne wieder raus, versprochen!

  3. Hey Ineke!
    Deine Herbstbilder sind wirklich wunderschön!
    Ich habe letzte Woche mit ein paar Freund_innen kurzerhand auf dem Wohnzimmerboden gepicknickt, nachdem das Wetter nicht mitspielen wollte… funktioniert auch ganz gut! 🙂
    Liebe Grüße aus dem grauen Wien

    1. Oh das hört sich wundervoll an. Ich glaube das muss ich auch bald mal machen! 🙂 Liebe Grüße aus dem teils sonnigen aber ziemlich kalten Norden.

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