Selbstgemachte Falafel mit Pita Brot und Krautsalat

Selbstgemachte Falafel-1Vor einiger Zeit habe ich bereits erwähnt, dass ich was Fast Food angeht meistens eher die Dönerbude meines Vertrauens ansteuere, im Gegensatz zu vielen Menschen die eher der Burger Fraktion angehören. Das könnte mit meinem veggie Lifestyle zusammenhängen der in der türkischen und/oder orientalischen Küche mehr Auswahl findet. Vielleicht hat es auch was mit meiner paradoxen Einstellung zu Kohl zu tun. Im gekochten Zustand finde ich sämtliche Kohlarten furchtbar. In Krautsalat oder geriebenen Rotkohl könnte ich mich dagegen reinsetzen. Macht das irgendeinen Sinn? Wahrscheinlich genauso viel, wie dass bei mir kaum ein Rezept ohne Tomaten auskommt, ich aber keine Tomatensuppe mag.

Naja, um auf dieses Rezept zurückzukommen, Döner mag ich deswegen so gerne, weil da jede Menge Kraut- und Rotkohlsalat drin ist. Das Beste am Döner ist meiner Meinung nach nämlich immer die letzten Bissen, wenn sich der Rotkohl mit dem Tsatsiki vermischt. Yumm!
Falafel gab es bei mir bereits in unzähligen Kombinationen, aber die Idee für dieses spezielle Rezept entstand quasi aus der Not heraus. Donnerstagabend, die Supermärkte hatten schon zu oder waren zu weit weg und ich hatte Bock auf Falafel mit Pita. Kichererbsen hatte ich, Rotkohl auch, aber kein Brot. Da weder ich noch der Liebste Lust hatten sich aufs Rad zu schwingen, haben wir kurzerhand beschlossen das Pita Brot selbst zu machen. Angefangen haben wir mit diesem Rezept, das auch sehr lecker aber nicht so gut zu füllen war. Nach weiterer Recherche sind wir dann irgendwann auf dieses Rezept gestoßen, was dem klassischen Pita Brot schon sehr nah kommt. Ich habe die Hälfte des Weizenmehls durch helles Dinkelmehl ersetzt, wer es noch gesünder mag kann auch Dinkelvollkornmehl oder andere Vollkornmehle benutzen. An sich ist das Rezept relativ schnell und einfach zu machen, man muss nur beachten, dass der Teig für das Pita Brot und der Krautsalat eine Weile gehen, bzw. ziehen muss.

Selbstgemachte Falafel-4

 Für 8 Pita Brote:
(Rezept von Küchengötter)
1 EL Butter
1 TL Zucker
1 Würfel Hefe (42 g)
250 g Weizenmehl
250 g helles Dinkelmehl
1 TL Salz
1) Butter und Zucker in knapp 300 ml Wasser erwärmen, bis die Butter schmilzt. Auf Handwärme abkühlen lassen und die Hefe darin auflösen. Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde formen und darin das Salz einstreuen und die angerührte Hefe hineingießen. Nach und nach mehr Mehl unterrühren und den Teig ca. 10 Min. kräftig kneten, bis er nicht mehr klebt (bei Bedarf noch etwas Mehl oder Wasser zugeben). Den Teig aus der Schüssel nehmen, die Schüssel säubern und mit etwas Öl fetten. Teig wieder hineinlegen und darin wenden, damit er rundum eingefettet ist. Die Schüssel abdecken und den Teig 45 Min. gehen lassen.
2) Den Teig in 8 Portionen teilen und zu runden Kugeln formen. Zudecken und noch mal 20 – 30 Minuten gehen lassen.
3) Den Backofen auf 250°C vorheizen. Die Teigkugeln auf bemehlter Fläche ausrollen, dabei darauf achten den Teig nicht zu sehr zu drücken oder zu ziehen. Ein paar Mal mit dem Nudelholz über den Teig rollen, so dass runde Fladen entstehen. Diese auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen ca. 5 Minuten backen, bis der Teig aufspringt. Umdrehen und weitere 5 Minuten backen bis die Pita Brote schön braun sind.

Für den Krautsalat:
¼ Rotkohl
Rotweinessig
Salz, Pfeffer
1) Den Rotkohl reiben. Mit Rotweinessig, Salz und Pfeffer abschmecken und ein paar Stunden ziehen lassen.

Für das Tsatsiki:
250 g Quark
½ Gurke
1 Knoblauchzehe
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1) Die Gurke waschen und reiben. Knoblauch pressen. Beides mit dem Quark verrühren, mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft würzen.

Für die Falafel (ca. 10-15 Stück):
(Rezept von Küchengötter)
250 g Kichererbsen aus der Dose
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Bund Petersilie
1 EL Zitronensaft
50 g Semmelbrösel oder Grieß
1 TL Backpulver
2 EL Mehl
Salz
1) Kichererbsen in einem Sieb abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauch schälen und hacken. Petersilie waschen und hacken. Alles zusammen mit Zitronensaft mit einem Pürierstab fein pürieren.
2) Semmelbrösel oder Grieß, Backpulver und Mehl zum Kichererbsenmus geben und verkneten. Salzen. Aus dem Teig kleine Falafel formen, die können entweder rund oder ein bisschen flacher sein, dann passen sie besser in das Pita Brot.
3) Öl in einer Pfanne erhitzen und die Falafel auf mittlerer Hitze von jeder Seite anbraten bis sie leicht braun sind.

Zum Anrichten ein Pita Brot aufschneiden. Zuerst Tsatsiki und Krautsalat in die Öffnung füllen. Ein Salatblatt, eine Tomatenscheibe und als letztes die Falafel hineinlegen.Selbstgemachte Falafel-5

 

2 comments

  1. Marion Klein

    Schönes Rezept und mal wieder was herzhaftes – Danke
    Dazu noch die Hände des Liebsten auf dem Foto — gefällt mir gut .

    Gruß Marion

  2. Das sieht aber wirklich sehr gut aus! Ich habe mich das letzte mal wahrscheinlich zu platt angestellt, aber meine Falafel sind nicht wirklich was geworden 😀 In der Pfanne zerfallen, im Backofen wurden es eher Kichererbsenkekse 😀
    Liebe Grüße
    Romy
    ***
    Freue mich immer über Besuch 🙂

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