Ravioli mit Rucola und getrockneten Tomaten

Seit neuestem bin ich stolze Besitzerin einer Nudelmaschine. Leonardo heisst das gute Stück und es hat die ersten Einsätze mit Bravour bestanden. Nudeln selber machen ist schon ein Stück Arbeit und ich warne vorweg, man sollte Lust und eine Menge Geduld mitbringen. Schwierig ist es nicht, aber bis man den Teig auf die gewünschte Dicke ausgerollt hat, dauert es eine Weile. Manchmal wird alles auch durch kleine Teigfiaskos verzögert, der erste hat sich bei mir heute in kleine Krümel aufgelöst. Aber beim zweiten mal ist man ja schlauer, neue Mischung wurde konzipiert und das Ergebnis konnte sich sehen, bzw. schmecken lassen.

Die Idee zu diesem Rezept ist durch Inspiration bei Besuch eines beliebten Pastarestaurants entstanden. Der eine oder andere mag sich denken – hmmm, so ähnlich habe ich das doch schonmal irgendwo gesehen. Ich dachte mir damals nur, was die können kann ich auch und habe diesen grandiosen Vorsatz auch schnellstens mit einer Freundin umzusetzen versucht. Nun gut, wir standen ca. 3 Stunden in der Küche bis wir endlich Ravioli für 6 Personen zusammen hatten, aaaber es kam dem Original doch schon ziemlich nah. Jetzt das Ganze also nochmal, mit der inzwischen angesammelten Nudelmaschinen-Pasta-selber-machen-Erfahrung.

Das wichtigste ist logischerweise der Teig. Der besteht im Grunde nur aus Ei und Mehl. Wer die Nudeln mehr al dente mag sollte noch Hartweizengrieß untermischen. Allerdings nicht zu viel sonst führt das zu dem bereits erwähnten Teigfiasko. Für dieses Rezept kamen 150 g Mehl, 50 g Hartweizengrieß, 2 Eier, eine Prise Salz und ein Schuss Olivenöl zum Einsatz. Das reicht für ca. 4 Personen. Alle Zutaten vermengen und ein paar Minuten durchkneten bis der Teig schön geschmeidig ist. Wenn man noch Zeit überhat, kann der Teig dann auch ruhig eine Runde im Kühlschrank warten.

Für die Füllung benötigt man:

1 Pckg. Ricotta

1 Ei

Ein bisschen Parmesan

Salz und Pfeffer

Und dann nach belieben getrocknete Tomaten, Rucola, Spinat, Pinienkerne, Kräuter…worauf man grade am meisten Lust hat.

Für die Soße werden benötigt:

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

Cherrytomaten

Rucola

Pinienkerne

Die Menge ist bei mir immer Pi mal Daumen, wenn es farblich alles schön harmoniert ist es gut.

Der Teig wird mit der Nudelmaschine bis zur dünnsten Stufe ausgerollt. Und dann gibt es verschiedene Arten Ravioli auszustechen. Man kann einen Austecher benutzen, Quadrate ausschneiden und aufeinander legen, eine spezielle Form benutzen. Wie auch immer es einem am besten passt, am Ende sollte man einen großen Berg Ravioli angesammelt haben. Am besten die Ravioli auf einem Teller sammeln und mit Backpapier die verschiedenen Schichten trennen damit sie nicht aneinander kleben. Die Ravioli wenige Minuten ins kochende Salzwasser geben, sie sind gut wenn sie oben schwimmen.

Für die Soße Zwiebeln und Knoblauch in Öl anbraten. Ein bisschen Gemüsebrühe angießen und Butter anrühren bis das Ganze schön sämig wird. Dann kommen halbierte Cherrytomaten dazu. Die Soße salzen und pfeffern und Rucola dazugeben. Wenn die Ravioli fertig sind, zu der Soße in die Pfanne geben und noch ein paar Minuten ziehen lassen bis sie die Soße gut aufgenommen haben. Mit frischem Rucola, Pinienkernen und Parmesan servieren. Und ich muss sagen, man schmeckt den Unterschied. Wenn es nicht so aufwendig wäre würde es bei mir nur noch selbstgemachte Pasta geben. Aber so ist es halt was für die besonderen Tage, wäre auf Dauer ja auch langweilig. Ein bisschen Italien im manchmal doch etwas tristen Deutschland (zumindest momentan…hat einer die Sonne gesehen?).

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One comment

  1. Ha! Wusste ich doch, dass ich Pastarezepte bei dir finden kann. 😀 Ich habe jetzt auch eine Nudelmaschine und wage mich ans Experiment. Bisher habe ich das so verstanden.: Frische Nudeln mit Ei, Nudeln zum Trocknen ohne Ei. Kann ja nicht so schwer sein… 🙂
    Liebe Grüße an Leonardo,
    Emilie

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