Costa Rica 2009

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Im Sommer 2009 hatte ich frisch mein Abitur in der Tasche und noch gar keine Ahnung was jetzt der nächste Schritt sein soll. Studium, Ausbildung, ein genauer Plan war irgendwie nicht vorhanden. Ich wusste nur das ich noch nicht genug von der Welt gesehen habe und zu diesem Zeitpunkt so frei wie sonst selten in meinem Leben sein würde. Außerdem wollte ich, nachdem ich das Englisch nun drauf hatte, eine weiter Sprache meistern. Also hab ich mir ein Voluntärprojekt gesucht, nen Flug gebucht und bin im September für 6 Monate nach Costa Rica geflogen.

Die Zeit in Costa Rica war ein absolutes Highlight. Die Landschaften sind unglaublich schön, die Leute extrem warm und herzlich und mit einer Lebensfreude unterwegs, davon könnte sich so mancher griesgrämiger Europäer eine Scheibe abschneiden. Costa Rica ist an sich eines der stabilsten Länder in Mittelamerika, die Leute leben in bescheidenen Wohlstand und der Unterschied zwischen Arm und Reich ist nicht so groß wie in den Nachbarländern. Natürlich kann man den Lebenstandart nicht mit dem was man so aus Europa gewohnt ist vergleichen. Aber nachdem ich dort 6 Monate bei einer Familie gelebt habe, kann ich ernsthaft sagen, man braucht den größten Teil der Sachen nicht, um glücklich zu sein. Ich hatte dort weder ein Handy, noch einen PC, fließend Wasser war auch nicht immer garantiert und mein Bett dort hatte auch schon die besten Jahre hinter sich. Aber wenn man wirklich mal gezwungen ist, ohne diese ständige Ablenkung und Garantie das alles funktionieren muss, zu leben, stellt man fest, dass man viel mehr Zeit für sich selber hat und diese Zeit auch intensiv nutzen möchte.

Unter der Woche wohnte ich bei einer Gastfamilie und arbeitete in einem Kindergarten und am Wochenende ging es dann immer ans Land erkunden. Costa Rica ist winzig, von der Fläche nicht wirklich größer als Niedersachsen, aber man glaubt kaum wie lange man mit den Bussen braucht um von A nach B zu gelangen. Ein wichtiger Teil der Lebenseinstellung ist aber gerade diese Gelassenheit und Langsamkeit. Wenn der Bus jetzt nicht kommt, dann kommt er eben gleich. Pura vida!

Alles in allem war es einfach eine tolle Zeit. Viele wundervolle Menschen kennegelernt, einiges über mich selber gelernt, Strände/Landschaften/Dinge gesehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt und eine Kultur kennengelernt die so ziemlich das komplette Gegenteil ist als die Deutschlands.

Cuando viene el bus? – Ya casi, pura vida!

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