Best of Canada – Part 2

IMG_6135 IMG_6138Teil zwei der Kanada-Eindrücke startet in Ucluelet. Beziehungsweise auf dem Weg dahin. Nachdem wir von Seattle aus nach Vancouver Island übergesetzt hatten mit einem kurzen Zwischenstopp in Victoria, ging es weiter an die Pazifikküste der Insel. Luftlinie sind das vielleicht 200-250 Kilometer, wir haben trotzdem den ganzen Tag gebraucht, auf Grund Geschwindigkeitsbegrenzung die teilweise bei 50 Km/h lag, Mittagessen und vielen Zwischenstopps um die Wahnsinnslandschaft zu bestaunen. Vancouver Island ist genauso wie man sich Kanada immer vorstellt – extrem grün, wunderschön und mit Wahnsinnsaussichten. Ich bin auch immer noch fest überzeugt auf dem Weg einen Bär gesehen zu haben der sich an einem Flussufer sein Mittagessen besorgt hat. Dann waren wir aber zu schnell um die Kurve um uns vergewissern zu können.

Endlich angekommen in Ucluelet fanden wir Unterkunft in einem süßen kleinen Cottage mit Zugang zum Wasser. Abends noch schnell den Strand angeschaut und dann Kraft gesammelt für den nächsten Tag. IMG_6178 IMG_6202 IMG_6244

Wilde Beeren am Straßenrand.

Die Vögel vor dem Haus durfte man füttern – wie man sieht waren sie ganz scharf auf die Erdnüsse.

Ein Mitglied unserer Crew hatte während der Reise Geburtstag – Kuchen durfte natürlich nicht fehlen.

Ucluelet ist traumhaft. Niedlicher kleiner Ort, direkt am Pacific Rim National Reserve und anscheinend auch eine Surferhochburg. Was bei einigen Mitgliedern der Familie zur spontanen Euphorie führte und nach kurzer Lagebesprechung stürzten sich eben jene mit Neoprenanzug, Surfboard und Surflehrer todesmutig in die eiskalte Flut.

DCIM100GOPRO DCIM100GOPRODer Rest wanderte den Wild Pacific Trail entlang und bestaunte die Landschaft und überlegte welche Notfallmaßnahmen wohl am effektivsten wären, für den Fall, dass ein Bär oder ein Puma auftaucht. IMG_6338

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IMG_6436 IMG_6438 IMG_6464Morgens, ganz allein am Strand… IMG_6482Vancouver Island war quasi eine Art Mini-Urlaub innerhalb des Urlaubs. Dadurch dass man ein eigenes Haus hatte und nicht zwangsweise früh aufstehen musste um eine Stadt zu erkunden konnte man den Tag ein bisschen gelassener angehen, inklusive dekadentem Frühstück und üppigen Grillen am Abend. Leider war der Mini-Urlaub extrem kurz weil es nach einem Tag direkt weiter nach Vancouver ging – letzter Halt der Reise.

Vancouver war….tja was soll ich sagen, Vancouver war extrem. In seinen Gegensätzen. Einerseits hat man diese unglaubliche Natur um sich rum. Man ist direkt am Wasser, kann die schneebedeckten Berge im Hintergrund sehen und überall ist alles grün. Dann hat man Downtown, mit seinen (nicht immer schönen) Hochhäusern, Lärm, Schmutz und Obdachlosen. Wahnsinnig viel Obdachlose und erstaunlicherweise sehr viele junge Leute, die anscheinend irgendwie von der Bahn abgekommen sind. Etwas, was mir auch schon in Seattle aufgefallen ist und ich so von Kanada wirklich nicht erwartet hätte. Teilweise auch hart mit anzusehen. Im Gegensatz dazu wieder niedliche kleine Viertel, Märkte, hippe Geschäfte und Boutiquen. Und um Downtown rund herum sehr schöne Vororte/Wohnviertel mit viel Natur und gepflegten Vorgärten.

IMG_6548Downtown und nachfolgend die Straßen von Gastown. 

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IMG_6599 Community Garden mitten in der Stadt – fand ich super!

Ich hatte eine Weile gebraucht um die Eindrücke auf mich wirken zu lassen und konnte mir erst abschließend eine Meinung über die Stadt bilden. Im Gegensatz zu Seattle hatte ich bei Vancouver nicht direkt ein Gefühl von „Wow, diese Stadt ist unglaublich, hier könnte ich wohnen“. Vancouver ist eine aufregende, interessante, krasse Stadt in der es sich bestimmt gut leben lässt aber irgendwas hat mir gefehlt. Ich kann aber wirklich sagen was und da so was sowieso immer subjektiv ist nehme ich das jetzt einfach mal so hin. Trotzdem gab es Sachen die mir wahnsinnig gut gefallen haben und die Umgebung von Vancouer lässt sowieso so ziemlich jede Stadt schlecht aussehen. Wo hat man denn schon mal das Meer und die Berge so nah beieinander? Ich hab keinen Strand vor der Haustür und das nächste Skigebiet ist ganz schön weit weg…IMG_6628Stanley Park bei Sonnenuntergang ist umwerfend!

IMG_6644 IMG_6723Gastown, Stanley Park (s.o.) und Granville Island (s.u.) sind so Sachen die mir super gut gefallen haben. Gastown wegen seiner Architektur und Boutiquen, Stanley Park ist einfach traumhaft und bietet einen tollen Blick auf Downtown und in Granville Island gab es zum einen jede Menge kleine Geschäfte (Holz, Leder, Stoff…) in denen alles noch von Hand gemacht wird und zum einen einen Public Market aus dem ich gar nicht mehr raus wollte.  IMG_6728

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IMG_6792IMG_6947Das abschließende Highlight der Reise war der Ausflug nach North Vancouver zum Lynn Canyon Park. Nachdem wir uns auf unserer Reise sehr an die Tipps der lokalen Bevölkerung gehalten hatten und uns wärmstens empfohlen wurde zum Lynn Canyon Park zu fahren konnten wir uns das ja nicht entgehen lassen. Also ging es, nachdem wir kurz das Viertel Kitsilano und den Strand erkundet hatten, Richtung North Vancouver. Recht hatten sie, unsere Quellen. Der Park ist wunderschön. Das nenn ich mal einen Wald. Die Bäume hier in Deutschland sind ungefähr halb so groß und mit spektakulären Wasserfällen und glasklarem Wasser können wir irgendwie auch nicht dienen.

IMG_6901 IMG_6910 IMG_6924 IMG_6925 IMG_6929 IMG_6935 IMG_6937Alles in allem war es eine wunderschöne Reise. Anstrengend, erlebnisreich, spannend und noch vieles mehr. Jetzt hat mich der Alltag wieder aber ein bisschen Kanada-Stimmung wird noch in den nächsten Rezepten folgen. Bis dahin schwelge ich weiter in Erinnerungen!

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